ACP Beraterausbildung

ACP

Die gesundheitliche Versorgungsplanung ist mit § 132 g SGB V durch das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz (HPG) 2015 eingeführt worden.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).

Damit Vorsorgedokumente und Willenserklärungen auch valide sind und beachtet werden, ist eine Unterstützung beim Entstehen sinnvoll. Diese Unterstützungsleistung kann durch Gesprächsbegleiterinnen oder Gesprächsbegleiter erfolgen. Im Zusammenhang mit der Unterstützung von Patientenverfügung hat sich in den letzten Jahren dazu die Bezeichnung Berater etabliert. Das Beratungsselbstverständnis ist Gegenstand der Ausbildung.


Rahmenvereinbarung

Die Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017 zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern wurde inzwischen veröffentlicht.

Diese Weiterbildung berücksichtigt den aktuellen Stand der Diskussion und mit Besuch der Weiterbildung können Sie mit dem von uns bescheinigten erfolgreichen Besuch des ersten Teils der Weiterbildung und dem Konzept zur Umsetzung des § 132 g SGB V in der entsprechenden Einrichtung unmittelbar Ihre Anerkennung bei den Krankenkassen beantragen.


Zielgruppe

Sie möchten in Ihrer Einrichtung eine gesundheitliche Versorgungsplanung gem. § 132 g SGB V anbieten.

Als Beraterinnen bzw. Gesprächsbegleiterinnen können insbesondere unterschiedliche Berufsgruppen beitragen.

In § 12 der Rahmenvereinbarung sind die Anforderungen an die Beraterinnen und Berater genannt. Dazu gehört eine Grundqualifikation.


Berufsausbildung als

Gesundheits- und Krankenpfleger/in
Altenpfleger/in
Kinderkrankenpfleger/in
staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / anerkannter Heilerziehungspfleger
staatlich anerkannte Heilpädagogin / anerkannter Heilpädagoge
staatlich anerkannte Erzieherin / anerkannter Erzieher

oder eine vergleichbare Berufsausbildung.

oder


einschlägiger Studienabschluss im Bereich

Gesundheits- und Pflegewissenschaften
Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften (insbesondere als Pädagogin / Pädagoge, Heilpädagogin / Heilpädagoge, Sozialarbeiterin / Sozialarbeiter, Sozialpädagogin / Sozialpädagoge, Psychologin / Psychologe, Theologin / Theologe)

erforderliche Berufserfahrung

Zusätzlich zu der genannten Grundqualifikation ist eine dreijährige, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre erforderlich.

In den letzten 8 Jahren muss die einschlägige Tätigkeit einen Umfang von einer halben Stelle umfasst haben.

In § 12 Abs. 3 der Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017 findet sich dazu der Hinweis, dass diese Berufserfahrung "insbesondere in einer vollstationären Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst, einem ambulanten Hospizdienst / ambulanten Kidnerhospizdienst (hauptamtliche Koordinatorenkraft), einem stationären Hospiz / stationären Kinderhospiz, einem SAPV-Team, einer Palliativstation oder einem Palliativdienst im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche" erworben wurde.


Inhalte der Ausbildung

Die Weiterbildung umfasst zwei Teile.

Der erste Teil umfasst 48 Lehreinheiten von je 45 Minuten und einen praktischen Teil.

Im zweiten Teil wird es um ergänzende Praxisfälle gehen. Insbesondere werden die eigenständig durchgeführten Beratungen begleitet.


Teil 1 der Weiterbildung

Teil der Weiterbildung gliedert sich in einen

ersten Teil mit 48 Lehreinheiten mit theoretischem Unterricht

und

einen praktischen Teil mit 12 Lehreinheiten.

Die Rahmenvereinbarung verwendet die Bezeichnung "Unterrichtseinheiten". Gemeint sind Einheiten mit einem Umfang von je 45 Minuten.


Inhalte Teil 1

Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung (4 LE)
Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten (8 LE)
Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen (8 LE)
Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (16 LE)
Dokumentation und Vernetzung (4 LE)
Anwendung des Erlernten im Rahmen eines Intensivtrainings in Kleingruppen (8 LE)

Methodik des Teil 1

Der erste Teil der Weiterbildung besteht gemäß der Vorgaben durch § 12 As. 6 der Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017 aus "Diskussionen, Rollenspielen, Intensivtraining in Kleingruppen".


Praxis in Teil 1 (12 LE)

zwei Beratungsprozesse mit insgesamt vier begleitenden Gesprächen der angehenden Beraterin / des angehenden Beraters unter Begleitung einer Dozentin / eines Dozenten mit anschließender Reflexion
einschließlich der Vor- und Nachbereitung und Dokumentation durch die angehende Beraterin / den angehenden Berater.

Hinweis zum Abschluss des ersten Teils

§ 12 Abs. 7 Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017: "Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung und einem entsprechenden Nachweis gegenüber der Krankenkasse sind die Berater berechtigt, Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132 g SGB V in den in § 1 Abs. 2 genannten Einrichtungen zu Lasten der Krankenkassen zu erbringen (vgl. § 17)."


Teil 2 der Weiterbildung

Zum zweiten Teil führt die Rahmenvereinbarung in § 12 Abs. 7 aus:

"Der zweite Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung. Er umfasst die Durchführung von mindestens 7 Beratungsprozessen, die in der Regel innerhalb eines Jahres, alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Praxisteil wird durch den Anbieter der Weiterbildung begleitet (z.B. Coaching-Gespräche, Plenararbeit, Organisation des Austausches zwischen Weiterbildungsteilnehmern). Nach erfolgtem Abschluss des zweiten Teils erhält die Beraterin / der Berater ein Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen vorzulegen ist."

Ein Termin für Teil 2 wird mit den Teilnehmenden vereinbart.


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 1)

Ort: Erfurt

Teil 1: 04.-08.06.2018


Montag 04.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 05.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 06.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 07.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 08.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 09.06.2018 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 1



verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 2)

Ort: Erfurt

Teil 1: 17.-22.09.2018


Montag 17.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 18.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 19.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 20.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 21.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 22.09.2018 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 2

Ausschreibung als Download


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 3)

Ort: Ruhrgebiet

Teil 1: 14.-19.01.2019


Montag 14.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 15.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 16.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 17.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 18.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 19.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 3

Ausschreibung als Download


Leitung

Dr. Arnd T. May,
2000 Promotion zu Patientenverfügungen (Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige, Münster: LIT-Verlag 2000, 3. Auflage 2005)

Mitarbeit im Forschungsprojekt „Patiententestament und Patientenanwalt. Advanced Directives and Durable Power of Attorney”, Ruhr-Universität Bochum (Leitung: Prof. Dr. Hans-Martin Sass), gefördert durch die Volkswagen Stiftung (1994-1997)

Jahrelange Erfahrung in der Beratung zu Vorsorgedokumenten, der Implementierung von Vorsorgedokumenten in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit dem Schwerpunkt Alten- und Behindertenhilfe

Persönlich berufenes Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Selbstbestimmung am Lebensende” des Bundesministeriums der Justiz (2003-2004) und Sachverständiger des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages 2009 zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen

Initiator der "Standards für die Beratung zu Patientenverfügungen" (May A, Niewohner S, Bickhardt J, Kreß H, Rothärmel S) in Ethik in der Medizin 2005, 332-336 als Beitrag zur Qualitätsdiskussion zur Beratung zu Patientenverfügungen

Trainer für Ethikberatung im Gesundheitswesen (AEM) seit Beginn der Zertifizierung 2014
Berufserfahrung in der Ethikberatung im Gesundheitswesen seit 1995.


Dr. May

Anmeldung

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder schriftlich an. Benutzen Sie dazu gern den Anmeldebogen.

E-Mail an anmeldung@ethikakademie.de

Telefon: 0700 BIOETHIK (24638445)
Tel. 0361 64417-500

Fax: 0361 64417-600

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Mit dem Erhalt der Rechnung für das Seminar garantieren wir Ihnen das Stattfinden des Seminars.

Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.


Tagungspreis für Teil 1

1.590,00 Euro zuzüglich MwSt.

Der Tagungspreis umfasst Teil 1 der Weiterbildung.

Enthalten sind Tagungsunterlagen, das gemeinsame Mittagessen, Pausenverpflegung und Getränke.

Das Seminar ist als Kompaktseminar konzipiert.

Kosten für Teil 2 der Weiterbildung: auf Anfrage


Datenschutzinformation

Vor Nutzung der Eingabemaske informieren wir Sie über den Umgang mit Ihren Daten:

Wir werden Ihre Daten zur Tagungsplanung speichern und elektronisch verarbeiten. Dazu werden wir Ihre Daten aus der durch die Eingabemaske generierten E-Mail entnehmen und in eine Tabelle eintragen. Dies geschieht durch Dr. May oder von ihm beauftragte Personen, die auf das Datengeheimnis verpflichtet sind.

Ihre Daten werden wir auf verschlüsselten Datenträgern speichern und nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen rückstandslos löschen. Nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung müssen wir die rechnungsbegründenden Unterlagen 10 Jahre aufbewahren. Dabei beginnen die 10 Jahre nach dem 31.12. des Jahres, in dem Ihnen die Rechnung zugegangen ist.

Mit Eingabe Ihrer Daten erklären Sie sich mit der oben beschriebenen Verfahrensweise einverstanden.


Anmeldung zum Kurs ACP - Erfurt

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ACP (Nr. 1) 2018 in Erfurt


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ACP (Nr. 2) 2018 in Erfurt


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ACP

Das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz 2015 hat mit § 132 g SGB V einen Beratungsanspruch für Bewohner in Pflegeeinrichtungen zur "gesundheitlichen Versorgungsplanung" geschaffen.

Der § 132 g SGB V sieht weiterhin Fallbesprechungen vor, damit individuelle Bedürfnisse der Bewohnerin bzw. der Patientin besprochen werden für die letzte Lebensphase und Sterbephase. Dabei sollen Notsituationen geklärt werden und auf Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung eingegangen werden.

Diese beiden Bereiche Beratung und Fallbesprechung werden ausführlich behandelt.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).


Zertifikat

Nach erfolgreicher Ausbildung (Teil 1 und Teil 2) erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat, mit dem sie ihre Kompetenzen nachweisen können.

Dies Zertifikat dient zur Anerkennung als Beraterin nach § 132 g SGB V durch die Krankenkasse.


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