ACP Beraterausbildung

ACP

Die Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase ist mit § 132 g SGB V durch das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz (HPG) 2015 eingeführt worden.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).

Damit Vorsorgedokumente und Willenserklärungen auch valide sind und beachtet werden, ist eine Unterstützung beim Entstehen sinnvoll. Diese Unterstützungsleistung kann durch Gesprächsbegleiterinnen oder Gesprächsbegleiter erfolgen. Im Zusammenhang mit der Unterstützung von Patientenverfügung hat sich in den letzten Jahren dazu die Bezeichnung Berater etabliert. Das Beratungsselbstverständnis ist Gegenstand der Ausbildung.


Rahmenvereinbarung

Die Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017 zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern wurde inzwischen veröffentlicht. Hier zu finden.

Diese Weiterbildung berücksichtigt den aktuellen Stand der Diskussion und mit Besuch der Weiterbildung können Sie mit dem von uns bescheinigten erfolgreichen Besuch des ersten Teils der Weiterbildung und dem Konzept zur Umsetzung des § 132 g SGB V in der entsprechenden Einrichtung unmittelbar Ihre Anerkennung bei den Krankenkassen beantragen.

Es werden aktuell unterschiedliche landesrechtliche Regelungen ausgehandelt.


Zielgruppe der Ausbildung

Bitte beachten Sie die diesbezüglichen Vorgaben in der Rahmenvereinbarung.


Inhalte der Ausbildung

Die Weiterbildung umfasst zwei Teile.

Der erste Teil umfasst 48 Lehreinheiten von je 45 Minuten und einen praktischen Teil.

Im zweiten Teil wird es um ergänzende Praxisfälle gehen. Insbesondere werden die eigenständig durchgeführten Beratungen begleitet.


Teil 1 der Weiterbildung

Teil 1 der Weiterbildung gliedert sich in einen

ersten Teil mit 48 Lehreinheiten mit theoretischem Unterricht

und

einen praktischen Teil mit 12 Lehreinheiten.

Die Rahmenvereinbarung verwendet die Bezeichnung "Unterrichtseinheiten". Gemeint sind Einheiten mit einem Umfang von je 45 Minuten.


Inhalte Teil 1

Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung (4 LE)
Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten (8 LE)
Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen (8 LE)
Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (16 LE)
Dokumentation und Vernetzung (4 LE)
Anwendung des Erlernten im Rahmen eines Intensivtrainings in Kleingruppen (8 LE)

Methodik des Teil 1

Der erste Teil der Weiterbildung besteht gemäß der Vorgaben durch § 12 Abs. 6 der Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017 aus "Diskussionen, Rollenspielen, Intensivtraining in Kleingruppen".


Praxis in Teil 1 (12 LE)

zwei Beratungsprozesse mit insgesamt vier begleitenden Gesprächen der angehenden Beraterin / des angehenden Beraters unter Begleitung einer Dozentin / eines Dozenten mit anschließender Reflexion
einschließlich der Vor- und Nachbereitung und Dokumentation durch die angehende Beraterin / den angehenden Berater.

Hinweis zum Abschluss des ersten Teils

§ 12 Abs. 7 Rahmenvereinbarung vom 13.12.2017:

"Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung und einem entsprechenden Nachweis gegenüber der Krankenkasse sind die Berater berechtigt, Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132 g SGB V in den in § 1 Abs. 2 genannten Einrichtungen zu Lasten der Krankenkassen zu erbringen (vgl. § 17)."


Teil 2 der Weiterbildung

Zum zweiten Teil führt die Rahmenvereinbarung in § 12 Abs. 7 aus:

"Der zweite Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung. Er umfasst die Durchführung von mindestens 7 Beratungsprozessen, die in der Regel innerhalb eines Jahres, alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Praxisteil wird durch den Anbieter der Weiterbildung begleitet (z.B. Coaching-Gespräche, Plenararbeit, Organisation des Austausches zwischen Weiterbildungsteilnehmern). Nach erfolgtem Abschluss des zweiten Teils erhält die Beraterin / der Berater ein Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen vorzulegen ist."

Ein Termin für Teil 2 wird mit den Teilnehmenden vereinbart.

Gern teilen wir Ihnen die Termine für Teil 2 mit. Die Termine werden regelmäßig angeboten.


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 3)

Ort: Erfurt

Teil 1: 14.-19.01.2019


Montag 14.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 15.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 16.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 17.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 18.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 19.01.2019 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 3

Ausschreibung als Download


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 4)

Ort: Erfurt

Teil 1: 18.-23.02.2019


Montag 18.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 19.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 20.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 21.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 22.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 23.02.2019 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 4

Ausschreibung als Download


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 5)

Ort: Erfurt

Teil 1: 06.-11.05.2019


Montag 06.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 07.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 08.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 09.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 10.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 11.05.2019 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 5

Ausschreibung als Download


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 6)

Ort: Erfurt

Teil 1: 09.-14.09.2019


Montag 09.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Dienstag 10.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Mittwoch 11.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Donnerstag 12.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Freitag 13.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-18:30
Samstag 14.09.2019 Tagungszeiten: 09:00-14:30

Teil 2: nach Absprache

Qualifizierungskurs ACP Nr. 6



Tagungspreis für Teil 1

1.590,00 Euro zuzügl. USt.

Der Tagungspreis umfasst Teil 1 der Weiterbildung.

Enthalten sind Tagungsunterlagen, das gemeinsame Mittagessen, Pausenverpflegung und Getränke.

Das Seminar ist als Kompaktseminar konzipiert.

Kosten für Teil 2 der Weiterbildung: auf Anfrage


Zertifikat

Nach erfolgreicher Ausbildung (Teil 1 und Teil 2) erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat, mit dem sie ihre Kompetenzen nachweisen können.

Dies Zertifikat dient zur Anerkennung als ACP-Beraterin / ACP-Berater (Gesprächsbegleiter) nach § 132 g SGB V durch die Krankenkasse.


Leitung

Dr. Arnd T. May,
2000 Promotion zu Patientenverfügungen (Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige, Münster: LIT-Verlag 2000, 3. Auflage 2005)

Mitarbeit im Forschungsprojekt „Patiententestament und Patientenanwalt. Advanced Directives and Durable Power of Attorney”, Ruhr-Universität Bochum (Leitung: Prof. Dr. Hans-Martin Sass), gefördert durch die Volkswagen Stiftung (1994-1997)

Jahrelange Erfahrung in der Beratung zu Vorsorgedokumenten, der Implementierung von Vorsorgedokumenten in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit dem Schwerpunkt Alten- und Behindertenhilfe

Persönlich berufenes Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Selbstbestimmung am Lebensende” des Bundesministeriums der Justiz (2003-2004) und Sachverständiger des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages 2009 zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen

Initiator der "Standards für die Beratung zu Patientenverfügungen" (May A, Niewohner S, Bickhardt J, Kreß H, Rothärmel S) in Ethik in der Medizin 2005, 332-336 als Beitrag zur Qualitätsdiskussion zur Beratung zu Patientenverfügungen

Trainer für Ethikberatung im Gesundheitswesen (AEM) seit Beginn der Zertifizierung 2014
Berufserfahrung in der Ethikberatung im Gesundheitswesen seit 1995.


Dr. May

Anmeldung

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder schriftlich an. Benutzen Sie dazu gern den Anmeldebogen.

E-Mail an anmeldung@ethikakademie.de

Telefon: 0700 BIOETHIK (24638445)
Tel. 0361 64417-500

Fax: 0361 64417-600

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Mit dem Erhalt der Rechnung für das Seminar garantieren wir Ihnen das Stattfinden des Seminars.

Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.


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Wir werden Ihre Daten zur Erstellung der Rechnung speichern und elektronisch verarbeiten. Dies geschieht durch Dr. May oder von ihm beauftragte Personen, die auf das Datengeheimnis verpflichtet sind.

Ihre Daten werden wir auf verschlüsselten Datenträgern speichern und nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen rückstandslos löschen. Nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung müssen wir die rechnungsbegründenden Unterlagen 10 Jahre aufbewahren. Dabei beginnen die 10 Jahre nach dem 31.12. des Jahres, in dem Ihnen die Rechnung zugegangen ist.

Bitte informieren Sie sich auch über unsere Datenschutzerklärung.


Sie haben das Recht

auf Auskunft der gespeicherten Daten,
auf Berichtigen Ihrer Daten,
auf Löschen der Daten,
zum Widerruf der erteilten Zustimmung zur Verarbeitung und Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten.

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   ACP-Erfurt (Nr. 3)
 
ACP (Nr. 3) 2019 in Erfurt


   ACP-Erfurt (Nr. 4)
 
ACP (Nr. 4) 2019 in Erfurt


   ACP-Erfurt (Nr. 5)
 
ACP (Nr. 5) 2019 in Erfurt


   ACP-Erfurt (Nr. 6)
 
ACP (Nr. 6) 2019 in Erfurt


Nachricht
 

ACP

Das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz 2015 hat mit § 132 g SGB V einen Beratungsanspruch für Bewohner in Pflegeeinrichtungen zur "gesundheitlichen Versorgungsplanung" geschaffen.

Der § 132 g SGB V sieht weiterhin Fallbesprechungen vor, damit individuelle Bedürfnisse der Bewohnerin bzw. der Patientin besprochen werden für die letzte Lebensphase und Sterbephase. Dabei sollen Notsituationen geklärt werden und auf Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung eingegangen werden.

Diese beiden Bereiche Beratung und Fallbesprechung werden ausführlich behandelt.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).


Bisherige Termine

2018: Juni, Erfurt (ACP Nr. 01)
2018: September, Erfurt (ACP Nr. 02)


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