ACP Beraterausbildung (GVP gem. 132g SGB V)

Seminartitel

Weiterbildung ACP-Berater*in zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (GVP) nach § 132g Abs. 3 SGB V


Informationen zu ACP

Weitere Informationen zum Konzept Advance Care Planning (ACP) finden Sie unter:

acp-thueringen.de


Zielgruppe der Ausbildung

Sie möchten in Ihrer Einrichtung eine gesundheitliche Versorgungsplanung gem. § 132g SGB V (GVP) anbieten.

Als ACP-Berater*in bzw. Gesprächsbegleiter*in zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase können insbesondere unterschiedliche Berufsgruppen beitragen.

Personen mit einer dreijährigen, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägigen Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre, die mindestens den Umfang einer halben Stelle umfasst hat (§ 12 Abs. 4 Rahmenvereinbarung). In der Rahmenvereinbarung sind exemplarisch Berufsausbildungen und Studienabschlüsse genannt.


verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 12)

Ort: Erfurt

Teil 1


Block 1
Donnerstag 04.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-17:00
Freitag 05.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-17:00
Samstag 06.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-17:00

Block 2
Mittwoch 17.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-16:00
Donnerstag 18.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-16:00
Freitag 19.11.2021 Tagungszeiten: 09:00-16:00

Praxisteil 1: 2 Termine
noch nicht festgelegt

Teil 2: Abschlussveranstaltung
Seminarzeiten: 11:00 - 16:00 (Termine finden in regelmäßigen Abständen statt; siehe HIER)

ACP / GVP Kurs Nr. 12 - Ausschreibung als Download


kontinuierliche Begleitung

Unsere Unterstützung endet nicht mit dem Erwerb des Zertifikats und weiterhin können Sie folgende Dinge nutzen:


Mailingliste zum fachlichen Austausch (Intervision) mit allen Personen, die an der ACP-Weiterbildung aktuell teilnehmen und teilgenommen haben
regelmäßige Videokonferenzen zum fachlichen Austausch untereinander und mit den Dozent*innen der Weiterbildung (Qualitätszirkel)
Qualitätszirkel: Infos dazu auf acp-thueringen.de

Inhalte der Ausbildung

Die Weiterbildung umfasst mehrere Teile, die wir nachfolgend aufführen. Details zum Ablauf finden Sie hier.


Teil 1 der Weiterbildung

Theoretischer Unterricht mit 48 Lehreinheiten (§ 12 Abs. 8 Rahmenvereinbarung)
und
praktischer Teil mit 12 Lehreinheiten (§ 12 Abs. 8 Rahmenvereinbarung).

Die Rahmenvereinbarung verwendet die Bezeichnung "Unterrichtseinheiten". Gemeint sind Einheiten mit einem Umfang von je 45 Minuten.


Teil 1: Theoretischer Teil (48 LE)

Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung (4 LE)
Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten (8 LE)
Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen (8 LE)
Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (16 LE) mit Einsatz von Dokumenten in Leichter Sprache
Dokumentation und Vernetzung (4 LE)
Anwendung des Erlernten im Rahmen eines Intensivtrainings in Kleingruppen (8 LE): Hier setzen wir ausgebildete und trainierte ACP-Darsteller*innen ein.

Praxis in Teil 1 (mind. 12 LE)

zwei Beratungsprozesse mit insgesamt vier begleiteten Gesprächen der angehenden Berater*in unter Begleitung von Dozent*innen mit anschließender Reflexion
einschließlich der Vor- und Nachbereitung und Dokumentation durch die angehende Berater*in.
Diese Beratungsgespräche finden in ACP-Weiterbildungseinrichtungen statt.
In der Videokonferenz vom 23.11.2020 zwischen GKV-Spitzenverband, Krankenkassen und Leistungserbringerverbänden wurde geklärt, dass der Praxisteil 1 als "Face-to-Face-Situationen" gewährleistet sein muss.

Möglichkeit zur Vergütung

Mit dem erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung und den in der Rahmenvereinbarung weiteren genannten Voraussetzungen sind die Bedingungen zur vergüteten Tätigkeit erfüllt.


Die Teilnehmer*innen führen in Teil 2 der Weiterbildung alleinverantwortlich geplante, vorbereitete, durchgeführte und dokumentierte Beratungsprozesse durch. Für Teil 2 der Weiterbildung sind mindestens sieben Beratungsprozesse vorgesehen (§ 12 Abs. 8 Rahmenvereinbarung). Diese Beratungsprozesse werden vom Weiterbildungsanbieter begleitet.

Teil 2 haben wir hier beschrieben.


Zertifikat

Nach erfolgreicher Ausbildung (Teil 1 und Teil 2) erhalten die teilnehmenden Personen ein Zertifikat, mit dem Sie ihre Kompetenzen nachweisen können.

Dies Zertifikat dient zur Anerkennung als ACP-Berater*in (Gesprächsbegleiter*in) nach § 132g SGB V durch die Krankenkasse.


Tagungspreis für die gesamte Weiterbildung

1.970 Euro zuzügl. 19% USt. (brutto 2.344,30 €)

Im Tagungspreis sind die Kosten für Teil 1, Praxisteil 1, Begleitung während Teil 2 und die Abschlussveranstaltung zu Teil 2 enthalten. Der oben genannte Preis umfasst somit alle Weiterbildungskosten bis zum Zertifikat als Abschluss der Ausbildung. Dabei gehen wir nach den Vorgaben der Rahmenvereinbarung von einem Abschluss des Teils 2 maximal 12 Monaten nach Ende des Praxisteils 1 aus.

Die Ausbildung wird mit maximal 16 teilnehmenden Personen durchgeführt. Für den Praxisteil besteht die Gruppe der teilnehmenden Personen aus maximal 8 teilnehmenden Personen.

Bitte erkundigen Sie sich beim Preisvergleich mit anderen Ausbildungsangeboten nach den Qualifikationen der Dozent*innen und danach, ob diese die komplette Zeitdauer bei den Beratungsgesprächen des Praxisteils 1 anwesend sind.


Umfang / Leistungen der Ausbildung:

Teil 1 (Theorie) von insgesamt mind. 48 Lehreinheiten
Teil 1 (Praxisteil mit 2 Gesprächsprozessen mit 2 leistungsberechtigten Personen) mit mind. 16 Lehreinheiten. Die fachliche Begleitung umfasst (1) Vor- und (2) Nachbereitung der Gespräche und (3) die Anwesenheit einer Dozent*in am Gespräch der Weiterbildungsteilnehmer*in mit der leistungsberechtigten Person und (4) die Dokumentation des Gesprächs und (5) die Dokumentation des Gesprächsprozesses
Spezifisches Material für die Tätigkeit als ACP-Berater*in inkl. Nutzung des in Erfurt entwickelten Notfallbogens
Bereitstellen der Möglichkeit zum kollegialen Austausch ua. als organisierter Austausch der teilnehmenden Personen an der Weiterbildung
Teil 2 mit fachlicher Begleitung der mindestens sieben Gesprächsprozesse
Begleitung der ACP-Beratungstätigkeit durch regelmäßige individuelle Telefontermine
Begleitung der ACP-Beratungstätigkeit durch eine individuelle Rückmeldung zu den ersten beiden abgeschlossenen ACP-Beratungsprozessen
Begleitung der ACP-Beratungstätigkeit durch regelmäßige Videokonferenzen
Bereitstellen der technischen Plattform zur geschützten Interaktion zwischen Dozent*innen und Weiterbildungsteilnehmer*innen
Abschlussveranstaltung zu Teil 2 (spätestens 12 Monate nach Ende von Praxisteil1)
Tagungsunterlagen, bei Präsenzveranstaltungen das gemeinsame Mittagessen, Pausenverpflegung und Getränke

Umfang der Weiterbildung

Die komplette Weiterbildung umfasst mindestens 90 Lehreinheiten von je 45 Minuten.


Qualitätskriterien der Ausbildung

Die Qualitätskriterien unserer Ausbildung stellen wir Ihnen auf einer Unterseite dar. Dort finden sie genauere Angaben.


Kursleitung: Dr. Arnd T. May

2000 Promotion zu Patientenverfügungen (Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige, Münster: LIT-Verlag 2000, 3. Auflage 2005)
Mitarbeit im Forschungsprojekt „Patiententestament und Patientenanwalt. Advanced Directives and Durable Power of Attorney”, Ruhr-Universität Bochum (Leitung: Prof. Dr. Hans-Martin Sass), gefördert durch die Volkswagen Stiftung (1994-1997)
Jahrelange Erfahrung in der Beratung zu Vorsorgedokumenten, der Implementierung von Vorsorgedokumenten in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit dem Schwerpunkt Alten- und Behindertenhilfe
Persönlich berufenes Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Selbstbestimmung am Lebensende” des Bundesministeriums der Justiz (2003-2004) und Sachverständiger des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages 2009 zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen
Initiator der "Standards für die Beratung zu Patientenverfügungen" (May A, Niewohner S, Bickhardt J, Kreß H, Rothärmel S) in Ethik in der Medizin 2005, 332-336 als Beitrag zur Qualitätsdiskussion zur Beratung zu Patientenverfügungen
Zertifizierter Trainer für ACP/ GVP

Dr. May

Dozent*innen

Bei Praxisteil 1 kommen Dozent*innen zum Einsatz, die langjährige Berufserfahrung im Gesundheitswesen besitzen, sich mit Gruppenprozessen bestens auskennen und Moderationskompetenz besitzen.


Anmeldung

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder schriftlich an. Benutzen Sie dazu gern den Anmeldebogen.

E-Mail an anmeldung@ethikakademie.de

Telefon: 0700 BIOETHIK (24638445)

Tel. 0361 64417-500

Fax: 0361 64417-600

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Mit dem Erhalt der Rechnung für das Seminar garantieren wir Ihnen das Stattfinden des Seminars.

Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.

Hinweis: Bitte reichen Sie keine Zeugnisse oder Originale mit Ihrer Anmeldung bei uns ein. Die Prüfung der in § 12 Abs. 4 Rahmenvereinbarung genannten Voraussetzungen zur refinanzierten Beratungstätigkeit gem. § 132g SGB V nimmt die Krankenkasse oder ggf. eine andere vertraglich festgelegte Stelle vor.


ACP

Das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz 2015 hat mit § 132g SGB V einen Beratungsanspruch für Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen zur "gesundheitlichen Versorgungsplanung" geschaffen.

Der § 132g SGB V sieht weiterhin Fallbesprechungen vor, damit individuelle Bedürfnisse der Bewohnerin bzw. der Patientin besprochen werden für die letzte Lebensphase und Sterbephase. Dabei sollen Notsituationen geklärt werden und auf Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung eingegangen werden.


Grundlage der ACP-Ausbildung ist die Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase vom 13.12.2017 (Rahmenvereinbarung) und der Fragen-/Antworten-Katalog zur Umsetzung der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase vom 13.12.2017 durch die Vereinbarungspartner nach § 132g Abs. 3 SGB V vom 29.10.2018. Dokumente zum Nachlesen: Download

Wir richten uns nach den Ausbildungsvorgaben. Während der Beratungsgespräche in Praxisteil 1 ist kontinuierlich eine qualifizierte Dozent*in anwesend. Leider halten sich nicht alle Ausbildungsanbieter an diese Vorgaben.

"Supervidierte Beratungsgespräche in moderierten Rollenspielen" entsprechen nach unseren Informationen nicht den Ausbildungsvorgaben für Praxisteil 1. In der Videokonferenz vom 23.11.2020 zwischen GKV-Spitzenverband, Krankenkassen und Leistungserbringerverbänden wurde bestätigt dass die Praxisanteile zu Beratungssituationen (Praxisteil 1) als "Face-to-Face-Situationen" gewährleistet sein müssen.


Bisherige Kurse

2018: Juni, Erfurt (ACP Nr. 01)
2018: September, Erfurt (ACP Nr. 02)
2018: November, Magdeburg
2019: Januar, Erfurt (ACP Nr. 03)
2019: Mai, Breitenworbis (ACP Nr. 05)
2019: September, Erfurt (ACP Nr. 06)
2019: Oktober/November, Herten (ACP Nr. 08)
2020: Januar, Erfurt (ACP Nr. 07)
2020: Juli, Erfurt (ACP Nr. FA01)
2020: September, Erfurt (ACP Nr. 09)
2021: Januar/ Februar, Erfurt (ACP Nr. 10)
2021: Juni, digital (ACP Nr. 11)


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