Praxisteil 2 der Ausbildung

12 Abs. 7 Rahmenvereinbarung

„Der zweite Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung. Er umfasst die Durchführung von mindestens 7 Beratungsprozessen, die in der Regel innerhalb eines Jahres, alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Praxisteil wird durch den Anbieter der Weiterbildung begleitet (z.B. Coaching-Gespräche, Plenararbeit, Organisation des Austausches zwischen Weiterbildungsteilnehmern). Nach erfolgtem Abschluss des zweiten Teils erhält die Beraterin / der Berater ein Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen vorzulegen ist.“


Praxisteil 2 der ACP-Weiterbildung

Nach dem ersten Teil der ACP-Weiterbildung führen die Teilnehmer*innen eigenständig ACP-Beratungsprozesse / ACP-Gesprächsprozesse durch.

Wir begleiten Ihre Beratungstätigkeit als Weiterbildungsanbieter durch:


Austausch der teilnehmenden Personen durch eine Mailingliste zum kollegialen Austausch (wird in Teil 1 der Weiterbildung besprochen)
regelmäßige Videokonferenzen mit Dozent*innen der EthikAkademie.de
persönliche Gespräche / Telefontermine mit Dozent*innen der EthikAkademie.de
qualifizierte Rückmeldung zu Ihren ersten beiden abgeschlossenen Beratungsprozessen (innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Praxisteils 1)
zusätzliche kostenfreie Seminarangebote (siehe acp-thueringen.de)

technische Ausstattung

Für Teil 2 der ACP-Weiterbildung sind für teilnehmende Personen folgende technischen Voraussetzungen (weitere Hinweise) erforderlich:


persönliche E-Mailanschrift
PC / Tablet mit freigeschalteter Kamera und Mikrofon
Internetverbindung

Allgemeiner Hinweis zu den ACP-Prozessen

Im Praxisteil 2 der ACP-Ausbildung führen die teilnehmenden Personen eigenständig ACP-Beratungsprozesse durch.

Im Praxisteil 1 wurde der Beginn eines Beratungsprozesses nach § 132g SGB V durchgeführt. In den Beratungsprozessen in Praxisteil 2 führen die teilnehmenden Personen die individuellen Beratungsprozesse mit leistungsberechtigten Personen durch.

Ein ACP-Beratungsprozess wird je nach Klärungsbedarf und der Zahl der beteiligten Personen regelmäßig aus mehr als zwei Gesprächen bestehen.


Beteiligte Personen (Auswahl)

leistungsberechtigte Personen
Vertreter*innen (bevollmächtigte Personen / Rechtliche Betreuer*innen)
Ärzt*innen
Angehörige

Übersenden der Unterlagen für Teil 2

Bitte speichern Sie die Dokumente eines ACP-Beratungsprozesses in einen Ordner einer Wolke nach der DSVGO der EU mit Servern in Europa.

Wir richten einen persönlichen Ordner in einer Wolke ein. Die entsprechenden Zugangsdaten teilen wir Ihnen nach Ende des Theorieteils mit. Die Datenübertragung zu Ihrem Ordner ist SSL256 verschlüsselt und die Datenspeicherung erfolgt verschlüsselt (AES128).

Der Inhalt Ihres Ordners in der Wolke wird nach Ihrer Abschlussveranstaltung rückstandsfrei gelöscht.

Uns ist der Schutz unserer Umwelt wichtig. Wir möchten keine Kopien von Dokumenten des ACP-Gesprächsprozesses auf Papier oder als Fax erhalten.


Nutzung Ihres Onlinezugangs (Wolke)

Bitte vergeben Sie bei den gescannten Dokumenten eindeutige Dateinamen. Wir möchten die Reihenfolge der Dokumente nachvollziehen.


Innerhalb von 3 Monaten nach Teil 1

Die ersten beiden eigenständig durchgeführten abgeschlossenen Gesprächsprozesse nach § 132g SGB V werten wir mit der teilnehmende Person der ACP-Weiterbildung detailliert aus.

Für die ausführliche Auswertung durch uns bitten wir um Übersendung folgender Dokumente der ersten beiden ACP-Gesprächsprozesse:


Dokumentation eines ACP-Gesprächsprozesses

Einverständniserklärungen (Dok. ACP Nr. 01)
Dokumentation der Willensäußerungen (Dok. ACP Nr. 02, ggf. ACP Nr. 05, ACP Nr. 06)
ggf. geprüfte bereits vorhandene Vorsorgedokumente und ACP Nr. 03
ggf. erstellte Vorsorgedokumente inklusive Notfallbogen
ggf. Dokumentation der durchgeführten Fallbesprechungen nach § 132g SGB V (ACP Nr. 07)
Tätigkeitsnachweis (ACP Nr. A 02)
Anlage 2 zur Abgabe bei der Krankenkasse (auch, wenn Sie noch nicht mit den Krankenkassen abrechnen)

Rückmeldung zu den ersten beiden ACP-Prozessen

Wir senden Ihnen zu den ersten beiden von Ihnen geführten und abgeschlossenen ACP-Prozessen eine detaillierte Rückmeldung.

Zusätzlich zu den normalen Dokumenten Ihrer ACP-Beratungstätigkeit dokumentieren Sie mit dem Formular A01 zusätzliche Informationen, Einschätzungen und Planungen und Vereinbarungen.

Wenn wir Ihnen bestätigen, dass Sie eine umfassende, detaillierte und nachvollziehbare Dokumentation angefertigt haben, dann geht es für Sie mit weiteren sieben ACP-Beratungsprozessen weiter.

Sollten wir Ihnen in der individuellen Rückmeldung mitgeteilt haben, dass ein oder beide eingereichten ACP-Beratungsprozesse nicht unseren Erwartungen und Anforderungen an die Dokumentation eines ACP-Beratungsprozesses entsprechen, dann bitten wir Sie die Dokumentation innerhalb der 14 Tage neu vorzunehmen und uns erneut einzureichen. In diesem Fall bitten wir Sie weiterhin, uns einen kompletten weiteren ACP-Beratungsprozess einzureichen. Erst wenn wir uns vom Lernerfolg überzeugen konnten, können Sie uns dann weitere sieben ACP-Beratungsprozesse einreichen.


Datenschutz, Vertraulichkeit

Damit wir Ihre Beratungstätigkeit nachvollziehen können, benötigen wir von Ihnen entsprechende Informationen zu Ihrer Tätigkeit und zu den leistungsberechtigten Personen, mit denen Sie Gespräche geführt haben. Die Dokumentationen der von Ihnen alleinverantwortlich geplanten, vorbereiteten, durchgeführten und dokumentierten abgeschlossenen Beratungsprozesse muss detailliert und nachvollziehbar und verständlich erfolgen (§ 9 Abs. 3 RV) und barrierefrei sein (§ 6 RV). Bereits vorhandene bzw. erarbeitete Vorsorgedokumente (Vollmachten, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügungen) bitte mitschicken.

Durch die Nutzung Ihres Ordners in der Wolke ist durch die Verschlüsselung eine Anonymisierung nicht erforderlich.


Gesprächsprozesse mit Leistungsberechtigten

Nach mindestens sieben weiteren ACP-Gesprächsprozesse dürfen wir mit Ihnen den Termin für die Abschlussveranstaltung vereinbaren.

Zur Vorbereitung der Abschlussveranstaltung benötigen wir Ihre Unterlagen 14 Tage vor Beginn der Abschlussveranstaltung. Gern können Sie uns die einzelnen ACP-Gesprächsprozesse bereits nach deren Beendigung einreichen. Sie müssen nicht warten bis Sie sieben Prozesse zusammen haben.

Wir benötigen zur Teilnahme an der Abschlussveranstaltung von Ihnen zusätzlich zu den dokumentierten ACP-Beratungsprozessen:


Bestätigung durch eine verantwortliche Person Ihrer Einrichtung, dass Sie die ACP-Beratungsprozesse mit leistungsberechtigten Personen durchgeführt haben (Formular befindet sich in Ihrem persönlichen Ordner in der Wolke)

Abschlussveranstaltung Teil 2

Diese Tagesveranstaltung (11:00 bis 16:00) zur Auswertung der durchgeführten sieben Gesprächsprozesse findet mit max. 5 teilnehmenden Personen der Weiterbildung(en) statt. Regelhaft findet die Abschlussveranstaltung bei uns im Büro auf der Krämerbrücke in Erfurt statt.

Bei der EthikAkademie ist der Abschluss der Weiterbildung frühestens

sechs Monate nach Abschluss von Praxisteil 1


möglich.

Wir möchten damit eine intensive Begleitung und eine möglichst umfangreiche eigene Tätigkeit gewährleisten. Wir dürfen nur abgeschlossene Gesprächsprozesse für Praxisteil 2 der Ausbildung akzeptieren.


Einsendeschluss Ihrer Dokumente

Bis 14 Tage vor Beginn der Abschlussveranstaltung haben Sie Zeit, die kompletten Unterlagen der sieben ACP-Beratungsprozesse in Ihren persönlichen Ordner in der Wolke zu laden. 14 Tage vor Termin der von Ihnen gebuchten Abschlussveranstaltung werden wir die Schreibberechtigung für Ihren persönlichen Ordner in der Wolke löschen.


Termine Abschlussveranstaltung

Datum für folgende Kurse Erfurt / online
30.11.2021 #FA02 Erfurt
24.01.2022 #FA02, #11 Erfurt
01.03.2022 #11 Erfurt
13.06.2022 #11, #12 Erfurt
11.07.2022 #12 Erfurt
31.08.2022 #12 Erfurt
10.10.2022 #12 Erfurt
01.11.2022 #12, #13 Erfurt
29.11.2022 #13 Erfurt

Anmeldung

Bitte melden Sie sich per E-Mail zu dem für Sie günstigen Termin an. Bitte nutzen Sie dazu folgende E-Mailanschrift:

Teil2-acp@ethikakademie.de

Wir bestätigen Ihnen die Anmeldung.


Abschluss innerhalb von 12 Monaten

Wir gehen davon aus, dass Sie die ACP-Weiterbildung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Praxisteils 1 der Ausbildung beenden.

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Zeitplanung weiterhin, dass die Krankenkassen die Zahlungen für Ihre Tätigkeit nach § 132g SGB V nach 12 Monaten nach Ende des ersten Teils Ihrer Ausbildung einstellen, wenn Sie nicht bis dahin das Zertifikat eingereicht haben.


Teil 2 dauert bei Ihnen länger als 12 Monate

Wenn Sie den Praxisteil 2 der ACP-Weiterbildung absehbar nicht innerhalb der vorgegebenen 12 Monate abschließen können, bitten wir um Kontaktaufnahme.

Die Rahmenvereinbarung geht von einem Abschluss Ihrer ACP-Ausbildung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Praxisteil 1 aus.

Eine Beendigung Ihrer ACP-Ausbildung bei uns zu einem späteren Zeitpunkt ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:


Sie melden sich bei uns vor Ende der 12-Monatsfrist nach Ende des Praxisteils 1
Wir erhalten von Ihnen eine schriftliche Begründung für die erforderliche Verlängerung der Ausbildungsdauer
Für die Verlängerung unserer Begleitung während des verlängerten Praxisteils 2 berechnen wir Ihnen eine monatliche Pauschale
Wir vereinbaren mit Ihnen eine zusätzliche, kostenpflichtige Auffrischung Ihrer Kenntnisse zur Sicherung der Ausbildungsinhalte und Ihrer Kompetenzen zur Durchführung von ACP-Beratungen

Wenn der Praxisteil 2 und damit die komplette ACP-Ausbildung nicht innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen wird, gilt nach § 12 Absatz 7 die Weiterbildung „als nicht abgeschlossen und weitere Leistungen können nicht erbracht werden“. Konkret bedeutet dies die Einstellung der Zahlungen an die Einrichtung, wenn die ACP-Beratungstätigkeit vergütet wurde.

Im Fragen-/Antworten-Katalog zur Umsetzung der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase vom 13.12.2017 durch die Vereinbarungspartner nach § 132g Abs. 3 SGB V findet sich auf Seite 7:
„Die mindestens sieben Beratungsprozesse sind nach Absolvierung des 1. Weiterbildungsteils in der Regel innerhalb eines Jahres durchzuführen. Die einzelnen Beratungsprozesse können dabei unterschiedlich lang dauern (§ 12 Abs. 7 der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V). Sofern der Zeitraum im Einzelfall überschritten wird, ist dazu eine Absprache mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen zu treffen.“

Daher empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit der für Ihre Einrichtung zuständigen Krankenkasse.


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